Unser Leitbild – wer wir sind und wofür wir stehen.
Nachhaltig attraktive
Gewerbegebiete
Von Idee zum Leitbild
Mit dem Projekt „Nachhaltig attraktive Gewerbegebiete“ verfolgt die Alte Hansestadt Lemgo das Ziel, gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen im Gewerbegebiet West ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Standortleitbild zu entwickeln. Zentral ist dabei die Vernetzung der Unternehmen, die Erarbeitung eines gemeinsamen Zielbildes sowie die Ableitung prioritärer Handlungsfelder („Top-Themen“), die Grundlage für eine mögliche Verstetigung in Form einer Interessensgemeinschaft oder eines Vereins bilden. „Gute Arbeit & nachhaltiges Wirtschaften“. Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein der Lemgoer Nachhaltigkeitsstrategie, insbesondere des Handlungsfelds.
Das Projekt zielt darauf, Nachhaltigkeit in der Wirtschaft praktisch umzusetzen und dabei Energie, Mobilität, Klima Resilienz und Standortattraktivität zusammenzudenken.
Aktuelles
Aktuelles
Workshop 5
Der fünfte Workshop eröffnete die inhaltliche Auseinandersetzung mit zentralen Zukunftsthemen für Lemgo West. Externe Referenten gaben Impulsvorträge zu Mobilität, Energie, Sicherheit und digitaler Vernetzung.
Die Beiträge zeigten konkrete Ansätze und Praxisbeispiele auf und eröffneten den Austausch darüber, welche Maßnahmen und Kooperationsmöglichkeiten für die Unternehmen in Lemgo West sinnvoll sein können.
Partner
Projekte
Die Maßnahmenliste bündelt die Ergebnisse der bisherigen Workshops der Reihe „Nachhaltig attraktive Gewerbegebiete“. Sie basiert auf den von den Unternehmen eingebrachten Herausforderungen, Ideen und Wünschen für das Gewerbegebiet West.
Im Workshop 4 wurden die Maßnahmen gemeinsam bewertet und durch eine digitale Nachabfrage sowie zusätzliche „Super-Dots“ ergänzt. Ähnliche Vorschläge wurden zusammengeführt und anschließend priorisiert.
Top 1 Maßnahme
Räumliche & digitale Infrastruktur
Digitale Plattform & Fachkräftesichtbarkeit bündeln
Als wichtigste Maßnahme der teilnehmenden Unternehmen soll eine zentrale digitale Plattform für den Wirtschaftsstandort Lemgo aufgebaut werden. Sie bündelt Unternehmensprofile, Ausbildungs- und Jobangebote, Veranstaltungen sowie Informationen für Schulen und potenzielle Fachkräfte.
Zunächst werden eine Unternehmensliste, ein E-Mail-Verteiler und ein Veranstaltungskalender eingerichtet. Anschließend soll ein dauerhaft gepflegtes digitales Unternehmensverzeichnis mit Austausch-, Recruiting- und Ausbildungsfunktionen entstehen.
Die Plattform stärkt die Sichtbarkeit Lemgoer Unternehmen, erleichtert die Zusammenarbeit mit Schulen und unterstützt die Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften.
Top 2 Maßnahme
Umfeldgestaltung & grüne Vorhaben
Nahversorgung und Pausenangebote verbessern
Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Gewerbegebiet soll ein attraktiveres Angebot für Mittagspausen und die tägliche Nahversorgung geschaffen werden. Dazu werden zunächst die Bedarfe der Beschäftigten erhoben und Gespräche mit möglichen Anbietenden, etwa Foodtrucks oder der Lebenshilfe, geführt.
Auf dieser Grundlage sollen Testangebote wie Foodtruck-Tage, Vorbestellungen oder Automaten erprobt werden. Langfristig soll ein dauerhaftes Nahversorgungs- und Pausenangebot im oder nahe dem Gewerbegebiet etabliert werden.
Top 3 Maßnahme
Mobilität
ÖPNV und Shuttle-Angebote verbessern
Zur besseren Erreichbarkeit des Gewerbegebiets soll die Mobilität der Beschäftigten verbessert werden. Hintergrund sind fehlende Haltestellen und eine unzureichende Taktung des öffentlichen Nahverkehrs. Ziel ist eine bedarfsgerechte Anbindung, insbesondere für Beschäftigte mit unterschiedlichen Schichtzeiten und Einpendelwegen.
Zunächst werden Schichtzeiten, Wohnorte, Pendelrichtungen und das Interesse an Mitfahr- oder Shuttle-Angeboten abgefragt. Darauf aufbauend sollen gemeinsam mit Verkehrsunternehmen mögliche Lösungen wie eine Shuttle-Route, zusätzliche ÖPNV-Verbindungen oder eine Mitfahrplattform geprüft und erprobt werden.
Langfristig soll ein dauerhaft tragfähiges Mobilitätsangebot für das Gewerbegebiet etabliert werden, beispielsweise durch eine Bus- oder Shuttleroute mit passenden Haltestellen oder durch organisierte Fahrgemeinschaften.
Top 4 Maßnahme
Mobilität
Zufahrten und Radwege besser vernetzen
Zur Entlastung der bestehenden Hauptzufahrt und zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Gewerbegebiets sollen zusätzliche Zufahrts- und Radwegeverbindungen geprüft werden. Ziel ist es, Verkehrsverdichtungen zu verringern und gleichzeitig sichere, attraktive Wege für den Radverkehr zu schaffen.
Zunächst werden mögliche Trassen, Zufahrtsvarianten und Lücken im Radwegenetz erfasst und im Rahmen einer Begehung bewertet. Anschließend sind die verkehrliche, eigentumsrechtliche, planungsrechtliche und naturschutzfachliche Machbarkeit sowie mögliche Fördermittel zu prüfen.
Langfristig soll eine zusätzliche westliche Zufahrt beziehungsweise neue Rad- und Erschließungsverbindungen geplant und – soweit möglich – umgesetzt werden.
Top 5 Maßnahme
Energie und Versorgung
PV-Strom gemeinsam nutzen und speichern
Zur besseren Nutzung lokal erzeugten Solarstroms sollen die Potenziale für eine gemeinsame PV-Stromversorgung im Gewerbegebiet geprüft werden. Hintergrund sind hohe Stromüberschüsse, insbesondere an Wochenenden, sowie bislang fehlende oder unzureichende Speichermöglichkeiten.
Zunächst werden geeignete Dach- und Freiflächen sowie interessierte Pilotunternehmen erfasst. Ergänzend sollen Informationen zu Photovoltaik, Batteriespeichern und Dachbegrünung bereitgestellt sowie Lastgänge, Netzkapazitäten und rechtliche Möglichkeiten einer gemeinschaftlichen Stromnutzung untersucht werden.
Langfristig soll ein Energieverbund mit kooperativer PV-Stromnutzung, gemeinsamer Speicherlösung und gegebenenfalls einer Energiegenossenschaft aufgebaut werden.
Top 6 Maßnahme
Mobilität
Sichere Wege und Verkehrsräume schaffen
Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Gewerbegebiet sollen Gefahrenstellen für Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr erfasst und gezielt behoben werden. Hierzu wird gemeinsam mit den Unternehmen eine Gefahrenstellenkarte erstellt und kurzfristiger Handlungsbedarf bei Beleuchtung, Querungen, Beschilderung und Markierungen aufgenommen.
Anschließend werden geeignete Maßnahmen wie Tempo 30, zusätzliche Beleuchtung und sichere Fußgängerüberquerungen geprüft. Langfristig soll ein priorisiertes Maßnahmenpaket für sichere Wege im Gewerbegebiet umgesetzt werden.
Termine
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